Begriffserklärungen

   

Langlebigkeitsrisiko

Der Begriff Langlebigkeitsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass Versicherte länger leben als ursprünglich erwartet. Dies ist besonders relevant in der Lebens- und Rentenversicherung, wo die Versicherungsunternehmen auf der Grundlage von Sterbetafeln und statistischen Daten kalkulieren, wie lange sie Zahlungen leisten müssen. Wenn Versicherte länger leben, als die Annahmen es vorsehen, kann dies zu höheren Kosten für die Versicherer führen, da sie länger Renten oder Leistungen auszahlen müssen. Das Langlebigkeitsrisiko stellt somit eine Herausforderung für die finanzielle Planung und Stabilität von Versicherungsunternehmen dar.


Mallorca-Police

Eine Mallorca-Police ist eine spezielle Art der Versicherung, die insbesondere für Personen gedacht ist, die ein Fahrzeug auf Mallorca oder den Balearen mieten oder besitzen. Diese Police bietet in der Regel einen erweiterten Versicherungsschutz, der über die Standardversicherungen hinausgeht.

Typische Merkmale einer Mallorca-Police sind:

  1. Haftpflichtversicherung: Sie deckt Schäden ab, die du mit dem Fahrzeug an Dritten verursachst.

  2. Kaskoversicherung: Sie kann Schäden am eigenen Fahrzeug abdecken, sowohl Teil- als auch Vollkaskoschutz.     

  3. Schutz bei Diebstahl: Versicherungsschutz im Falle eines Diebstahls des Fahrzeugs.

  4. Erweiterte Deckung: Oft bieten Mallorca-Policen eine höhere Deckungssumme als die Standardversicherungen, um im Ausland besser abgesichert zu sein.

Diese Police ist besonders wichtig, da die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Versicherung in anderen Ländern, wie Spanien, von denen in Deutschland abweichen können.


Gliedertaxe

Eine Gliedertaxe ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen, insbesondere in der Unfallversicherung. Sie bezeichnet eine Tabelle oder eine Liste, die die Höhe der Entschädigung festlegt, die eine versicherte Person im Falle eines Unfalls erhält, der zu einem Verlust oder einer Minderung der Funktionsfähigkeit bestimmter Körperteile führt.

Die Gliedertaxe legt fest, wie viel Prozent der vereinbarten Versicherungssumme für den Verlust oder die Minderung der Funktion eines bestimmten Körperteils gezahlt wird. Beispielsweise könnte der Verlust eines Arms oder eines Beins eine bestimmte Prozentzahl der Versicherungssumme auslösen, während der Verlust eines Fingers eine geringere Prozentzahl zur Folge hätte.

Die genaue Ausgestaltung der Gliedertaxe kann je nach Versicherungsgesellschaft und Vertrag variieren. Sie dient dazu, eine transparente und nachvollziehbare Grundlage für die Berechnung von Entschädigungsleistungen im Falle eines Unfalls zu bieten.


Elementarschäden

Elementarschäden sind Schäden, die durch natürliche Ereignisse oder Naturgewalten verursacht werden. Diese können verschiedene Ursachen haben und sind oft unvorhersehbar. Zu den häufigsten Elementarschäden zählen:

  • Überschwemmungen: Schäden, die durch anhaltenden Regen, Hochwasser oder Sturzfluten entstehen.
  • Erdbeben: Schäden, die durch seismische Aktivitäten verursacht werden.
  • Sturm und Hagel: Schäden, die durch starke Winde, Stürme oder Hagel entstehen.
  • Lawinen: Schäden, die durch das Abrutschen von Schnee und Eis in bergigen Regionen verursacht werden.
  • Schnee- und Eisdruck: Schäden, die durch die Belastung von Schnee oder Eis auf Dächern oder anderen Strukturen entstehen.

Elementarschäden sind oft nicht durch die Standard-Hausrat- oder Gebäudeversicherungen abgedeckt, weshalb viele Versicherungsnehmer eine spezielle Elementarschadenversicherung abschließen, um sich gegen diese Risiken abzusichern.


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